Kolloidales Gold –
Definierte Partikelgrößen durch LASER-Ablation
Grundlagen kolloidaler Elemente
Kolloide aus reinen Elementen, wie Gold, Silber, Silizium oder Germanium, sind heute in eng definierten Partikelgrößen erhältlich, dank des LASER-Ablationsverfahrens. Sie ergeben in Wasser stabile Mischungen, die keine Absetzung zeigen, da die Elementpartikel so klein sind, dass sie „schweben“. Dies wird unter anderem durch das Oberflächenpotential ermöglicht, welches die kleinen Bruchstücke durch Anlagerung der polaren Wassermoleküle annehmen. Für die therapeutische Wirksamkeit ist nicht, wie es vielfach fälschlich und irreführend dargestellt wird, die Konzentration dieser wässrigen Kolloide hauptausschlaggebend, welche allgemein in ppm (= parts per million, also Teilchen pro Million) angegeben wird. Entscheidend für die Wirkung der Kolloidpartikel ist vielmehr ihre Größe, die im Bereich von 1- bis 2-stelligen Nanometerdurchmessern liegen sollte. Und zwar möglichst einheitlich.
Sie sind sehr einfach zu erkennen, weil die Partikelgröße im Bereich von ca. 10 bis 40 nm zu einer Lichtabsorption führt, die die Kolloidlösungen farbig erscheinen lässt. Kolloidales Gold in Wasser erscheint rötlich, Silber gelb, Silizium milchig bernsteinfarben und Germanium leicht bräunlich. Dies ist ein Qualitätsmerkmal. Farblose Kolloidlösungen enthalten keine einheitliche Partikelgröße.
Elektrolytisch erzeugte Kolloidpartikel
Die weit verbreiteten elektrolytisch erzeugten Kolloidpartikel haben eine große Variationsbreite der Partikelgröße, sodass durch die größeren davon schon wieder belastende Einflüsse ausgehen können. Ab Größen im Bereich Mikrometer werden sie teils im Körper abgelagert, weil ihr Transport, z. B. durch die Nierentubuli, sich schwierig gestaltet.
LASER-Ablationsverfahren und Partikelkontrolle
Beim LASER-Ablationsverfahren werden Plättchen der Reinstmetalle in einem Gefäß mit pharmazeutischem Wasser direkt mit einem gepulsten, fokussierten LASER-Strahl, also Licht, beschossen, der kleine Partikel aus dem Vollmaterial herausträgt. Durch verschiedene einstellbare Parameter, wie LASER-Leistung, Lichtfarbe, Pulsdauer, Fokussierung u. a., kann die resultierende Partikelgröße genau justiert werden. Da kein elektrischer Strom beteiligt ist, sind die Partikel ladungsfrei und die Kolloidlösungen können deshalb auch in der Nähe von elektromagnetischen Feldern, wie zum Beispiel in einem Kühlschrank oder neben einer Lautsprecherbox, ohne Einflüsse auf die Partikel aufbewahrt werden.
Therapeutische Nutzung kolloidaler Metalle
Bei den Kolloiden von Gold, Silber, Germanium oder Silizium handelt es sich im Grunde genommen um sehr alte therapeutische Mittel, deren Einsatz und Erforschung jedoch durch die Entwicklung des Penicillins ausgebremst wurde, welches von Alexander Fleming 1928 entdeckt wurde. Davor war es durchaus üblich, Infektionserkrankungen unter anderem auch mit Gold-Infusionen zu behandeln. Erst in jüngster Zeit lebt die Forschung dazu wieder auf, und es gibt zum Beispiel Studien, die sich der Behandlung von Rheuma mit kolloidalem Gold widmen.
Für Injektionen und Infusionen mit beispielsweise Gold oder Silber ist es umso wichtiger, genau definierte Partikelgrößen zu haben, wie oben beschrieben.
Gold- und Silberkolloide in Infusionen
Die Vorgehensweise zur Herstellung einer Gold- oder Silberinfusion ist denkbar einfach. In eine handelsübliche Infusionslösung NaCl 0,9 % oder Ringer-Lösung werden mithilfe von Einwegspritze und Einwegkanüle ca. 2 bis 10 ml der gewünschten kolloidalen Lösung, z. B. von www.alchemist.de, gemischt. DMSO kann nach Belieben zusätzlich hinzugefügt werden. Die Tropfzeit liegt im mittleren Bereich, also ca. 45 Minuten. Die Gold- oder Silberkolloide brauchen dabei nicht sterilfiltriert zu werden, da sie naturgemäß autosterile Lösungen darstellen. Mikroorganismen können darin nicht überleben, und geordnete Moleküle wie Viren oder Prionen werden zerstört bzw. können ihre Struktur aufgrund der hohen Oberflächenpotentiale nicht aufrechterhalten.
Missverständnisse rund um monoatomares Gold
Teilweise ist in den Werbeaussagen von Internetanbietern etwas von „monoatomischem Gold“ zu lesen. Abgesehen davon, dass es wissenschaftlich korrekterweise „monoatomares Gold“ heißen sollte, sind das irreführende Hinweise. Einzelne Goldatome zu erzeugen und zu handhaben, ist technisch zwar möglich, jedoch mit ungeheurem Aufwand, wie er nur in der Forschung für spezielle Untersuchungen, z. B. in der Katalysatorforschung oder in der Rasterkraftmikroskopie, genutzt werden kann. Wenn einzelne Goldatome in Wasser vorliegen, dann als geladene Ionen, also durch Lösung von Goldsalzen. Das ist jedoch etwas völlig anderes, was die therapeutischen Eigenschaften betrifft.
Manche denken auch, wenn die Goldpartikel möglichst klein sind, zum Beispiel 5 Nanometer im Durchmesser, dann könnte man von monoatomarem Gold sprechen. Dabei haben sie jedoch „das Denken“ in Größenordnungen vergessen, welches wir in der Schule erlernt haben. Ein Goldatom hat einen Durchmesser von ca. 135 Pikometer, also 10 hoch minus zwölf Metern. Wenn wir die Nanopartikel der Einfachheit halber als würfelförmig annehmen, so befinden sich in einem Goldpartikel von 5 Nanometer Durchmesser immer noch ca. 50.000 Goldatome! Ziemlich weit weg von monoatomar.
Das sagenhafte monoatomare Gold, welches schon frühgeschichtlich und in der Antike beschrieben wurde, soll ein weißes Pulver sein. Die Herstellung bleibt bis heute rätselhaft. Wenn also jemand „monoatomisches Gold“ als wässrige Mischung im Internet anbietet, dann darf man vielleicht einfach nachfragen, ob es auch direkt das weiße Pulver gibt, welches man ja dann selbst in Wasser lösen kann …